Backofenfeste

Wendelsteiner Heimatverein und Obst- und Gartenbauverein feiern Backofenfest

Brot „wie in alten Zeiten“ vom Backofen am 6. September

Wendelstein - Backöfen und „Backhäuser“ zum Brotbacken gab es früher auf dem Land in vielen Höfen und viele Gemeinden unterhielten für ihre Bürger zur Selbstversorgung auch öffentliche Backöfen. An diese Tradition erinnert seit den 1980er Jahren das Wendelsteiner Backofenfest des Heimatvereins und des Obst- und Gartenbauvereins am alten Backofen an der Zandersstraße, zu dem beide Vereine dieses Jahr am Sonntag, den 6. September die Bevölkerung und Heimatfreunde ab 13 Uhr einladen.

Die Idee zu diesem jährlichen Traditionsfest des Heimatvereins entstand in den 1980er Jah-ren, als der Verein einen Backofen in Raubersried vor dem Abbruch rettete und beim Mosthaus des Obst- und Gartenbauvereins an der Zandersstraße gegenüber der Grundschule Wendelstein wiederaufbaute. Die Wiedereinweihung mit einem ersten „Backofenfest“ wurde der Beginn für eines der gemütlichsten Feste zum Ausklang der Sommerferien in Wendelstein und Umgebung. Und die Besucher können „nebenbei“ das Brotbacken durch die „Backofenmannschaft“ des Heimatvereins aus nächster Nähe miterleben.
Der Heimatverein und der Obst- und Gartenbauverein beginnen dieses Traditionsfest heuer am Sonntag, den 6. September, um 13 Uhr. Ab 14 Uhr sorgt die „Lehrerhaus-Musik“ aus Heideck für die passende flotte musikalische Umrahmung und der Heimatverein bietet seinen Gästen zum Fest belegte Brote und Getränke. Der Obst- und Gartenbauverein ergänzt das kulinarische Angebot im Mosthaus um frischen Kuchen und Kaffee. Neben der Verlosung von Broten, die während des Fests von der Backofenmannschaft des Heimatvereins im Backofen gebacken wurden, beginnt ab 14 Uhr auch der Verkauf der am Vortag gebackenen Brotlaibe.

Auch das Drechsler- und Metalldrückermuseum ist geöffnet
Parallel zum Backofenfest ist ebenfalls am Sonntag das Drechsler- und Metalldrückermuseum des Heimatvereins im alten Wasserhaus an der Schwabacher Straße wie jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr bis Oktober geöffnet. Der Waldreichtum des Nürnberger Reichswald und die Wasserkraft der Schwarzach ließen im Mittelalter in Wendelstein zu einem Handwerkszentrum werden, das bis ins 18. Jahrhundert von Messerschmieden dominiert wurde und deren wirtschaftliche Bedeutung am Ort die Holzdrechsler nach dem Niedergang der Messerer im 19. Jahrhunderts als neues Haupthandwerk übernahmen.
Aufgrund technischer Weiterentwicklungen und ähnlicher Arbeitstechniken wurde nach 1850 auch das Metalldrücken im Ort ein dominantes Handwerk. Die Metalldrücker arbeiteten mit den Drechslern eng zusammen, da diese zudem oft für die Metalldrücker hölzerne Drückformen für Töpfe oder Schalen lieferten. Die historische wie technische Entwicklung beider Handwerke bis zu ihrem Niedergang zeigt das Spezialmuseum des Heimatvereins mit komplett eingerichteten Werkstätten und vielen Produkten. Durch den Fahrradweg vom Altort über die Enßerswiese/In der Au ist das Museum leicht erreichbar. (jör) 



Die Helfermannschaft des Wendelsteiner Heimatvereins zeigt beim Backofenfest 
wieder gern, wie früher echtes „Holzofenbrot“ gebacken wurde.
 
 
 

 

Heimatverein und Obst- und Gartenbauverein feierten gelungenes Backofenfest

Ideales Wetter und frischer Brotduft als Erfolgsgaranten

Wendelstein - Beim diesjährigen Backofenfest des Heimatvereins „Unteres Schwarzachtal“ zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein „passte einfach alles“: Das Spätsommerwetter und das besondere Flair des Fests selbst rund um den historischen Backofen lockte über 500 Besucher zum Festplatz an der Zandersstraße, wo zudem die „Lehrerhaus-Musik“ die Festbesucher mit flotten Weisen bestens unterhielt. 

Der Heimatverein hatte mit seiner Heizer- und Backmannschaft bestens vorgesorgt für das Fest und die Vereinsmitglieder hatten bereits seit Freitag in mehreren Schichten jeweils 30 Brotlaibe in den vorgeheizten Backofen „eingeschossen“, um möglichst vielen Festbesuchern am Sonntag selbst den Genuss des frischen Backofenbrots zu ermöglichen. Der Großteil der über 200 seit Freitag gebackenen Brotlaibe war am Sonntag in Kürze verkauft und auch die letzten, ganz frisch während des Fests gebackenen Laibe fanden alle schnell hungrige „Liebhaber“. Mit verschiedenen Beilagen reichlich belegt, gab es zudem Brotscheiben für den kleinen Hunger.
Wem das frische Backofenbrot samt herzhaftem Belag und frischem Bier und anderen Getränken für den Nachmittag noch zu deftig erschien, für den hatte der Obst- und Gartenbauverein im benachbarten Mosthaus eine reichhaltige Kuchentheke aufgebaut und schenkte dazu Kaffee aus. Die passende musikalische Umrahmung der Feier übernahm traditionell die Heidecker „Lehrer-haus-Musik“ mit flotten Stücken. Zum Ausklang des Fests zeigten sich beide Vereine zufrieden mit dem Erlös des Fests, zumal mehr als 500 Festgäste, die nicht nur aus der Gemeinde Wendelstein selbst gekommen waren, das Backofenfest besucht hatten. 
(jör)


Die Heizer- und Bäckermannschaft des Heimatvereins leistete für das Backofenfest
„ganze Arbeit“ und arbeitete seit Freitag durch sowie auch noch während des Fests
selbst, als nochmals 30 Brotlaibe unter den Augen der Gäste gebacken wurden. 
 

Der Backofen des Heimatvereins Wendelstein wurde in viel Eigenarbeit renoviert

Erfolgreicher ehrenamtlicher Einsatz der Heimatfreunde

Wendelstein - Mit einem kleinen Fest am frisch sanierten Backofen hat sich der Wendelsteiner Heimatverein speziell bei allen vereinseigenen Helfer und Spendern bedankt, die mit ihren eigenhändigen oder finanziellen Hilfe in den letzten zwei Monaten zur dringend notwendigen Renovierung des historischen Backofens des Heimatvereins an der Zandersstraße beigetragen haben. Neben frisch gebackenem Brot aus dem Backofen gab es für die Helfer und Spender dabei Urkunden und ein anlässlich der Sanierung verfasstes Heft, das die Renovierungsarbeiten und Backofengeschichte dokumentiert.

Als Heimatvereinsvorsitzende begrüßte Irene Jantschke neben den anwesenden Helfern und Spendern mit ihren Familien am frisch renovierten Backofen als Ehrengast Ofenbauer Hans Scheuerpflug, der „seinen“ Wendelsteiner Backofen inzwischen zum zweiten Mal fachkundig wieder instand gesetzt habe - nach dem Wiederaufbau 1982-85 am neuen Standort an der Zandersstraße jetzt im Rahmen der dringend notwendigen Sanierung. Die Renovierung, so Jantschke, war nötig geworden, da das Ofengewölbe angesichts der regelmäßigen Nutzung seit dem Wiederaufbau 1985 zunehmend gelitten habe und erneuert werden musste.
Irene Jantschke dankte zudem allen Vereinshelfern, die ehrenamtlich und in ihrer Freizeit in der Zeit ab Mai tatkräftig die Sanierung nicht nur des Ofengewölbes unter der fachkundigen Anleitung von Hans Scheuerpflug gemeistert hatten, sondern auch neue Rauchabzüge gebaut und die Dachkonstruktion erneuert hatten. Wie die Helfer erhielten auch die Spender aus den Reihen des Heimatvereins nach den Gruß- und Dankesworten eine Dankesurkunde und ein extra zur „Wiederinbetriebnahme“ des Backofens erstelltes Heft, das neben der Geschichte des Backofens in Wort und Bild die einzelnen Sanierungsschritte dokumentiert.

Enorme ehrenamtliche Leistung der Helfer an zehn Arbeitstagen
Als verantwortlicher Organisator der Backofensanierung ging zudem der stellvertretende Vorsitzende Bernd Kilimann auf die Sanierungsarbeiten selbst ein. Bei einer Arbeitsleistung von über 250 Arbeitsstunden haben neben Ofenbauer Hans Scheuerpflug 16 ehrenamtliche Vereinshelfer an 10 Arbeitstagen alle Arbeiten erledigt und der Lohn sei jetzt ein vorbildlich renovierter Vereinsbackofen - rechtzeitig vor dem nächsten Backofenfest im September 2011. Die Helfer haben damit, so Kilimann, zugleich ein wichtiges Stück Heimatgeschichte erhalten und mit ihrer ehrenamtlichen Mithilfe vorbildlich die Ziele des Heimatvereins vorgelebt. Folgende Helfer wurden - neben den Spendern - bei diesem „kleinen Backofenfest“ für ihren Arbeitseinsatz geehrt: Christine und Ulli Batschulat, Horst Bauer, Horst Eck, Rudi Günther, Heinz Gurnig, Norbert Hofmann, Gert Heck, Hartwig Hillegeist, Irene und Kurt Jantschke, Bernd Kilimann, Heinz Kurz, Dieter Nürnberger, Horst Nüßlein, Volker Ritter, Reinhold Schreiber und Bernd Thiele. Eine kräftigende Mahlzeit mit dem ersten frisch gebackenen Brot aus dem sanierten Backofen beschloss die kleine Feier. (jör) 


Die Helfermannschaft und Spender wurden bei der „Wiederinbetriebnahme“ des historischen Heimatvereins-Backofens
geehrt und zur Brotzeit mit frisch gebackenem Bauernbrot aus dem Backofen eingeladen