Aktuelles

 

Liebe Freunde,

Die Theatergruppe Kunigunde-Creutzer des Heimatvereines Wendelstein hat einen sehr interessanten Beitrag zum Reformationsjubiläum einstudiert und zwar zwei von 6 Dialogen zur Reformation von Hans Sachs. Seht dazu die folgenden Informationen.

Die beiden Stücke werden am kommenden Donnerstag 12.10. um 18,30 Uhr in der Bücherei Allersberg, Bahnhofstraße 4 im Rahmen des Reformationsabends aufgeführt.

Vorab wäre der Vierte Dialog heute nachmittag in der St.Georgskirche Wendelstein im Rahmen der Altortführung , Beginn 15,00 Uhr am Wendenbrunnen zu sehen und der erste Dialog am Donnerstag, 12.10. 14,00 Uhr, in der Bücherei Wendelstein

Dazu seid Ihr herzlich eingeladen.

Der erste und vierte Dialog zur Reformation von Hans Sachs.

Hans Sachs, der wohl berühmteste deutschsprachige Dichter, Chronist und Kritiker an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit hielt sich in den ersten Jahren der aufkommenden Reformation in Nürnberg ganz gegen seine Natur komplett zurück.

Drei Jahre hüllte er sich in Schweigen. Nicht ein einziges Mal äußerte er sich zwischen 1520 und 1523 zu den historischen Umwälzungen.

Offenbar bedurfte es bei dem besonnenenen Hans Sachs, der stets Frieden und Ordnung gegenüber Unruhe und Revolution den Vorzug gab, eines langen Klärungsprozesses, ehe er öffentlich für Luther Partei ergriff.

Dies geschah dann am 8. Juli 1523 mit dem umfangreichen Spruchgedicht

Die Wittenbergisch Nachtigall“.

Nach dem Erfolg dieses Werkes suchte Hans Sachs mit vier Prosadialogen, die in kurzen Abständen im Jahre 1524 erschienen, in den Meinungsbildungsprozesse einzugreifen.

Inhaltlich beschäftigen sich diese Werke mit einem breiten Spektrum religiöser und sozialer Fragen. Literarisch gehören sie zu den besten schriftstellerischen Leistungen der Zeit.

Thema des ersten Dialogs „Disputation zwischen einem Chorherren und einem Schuhmacher“ ist das Mitspracherecht des Laien in kirchlichen und theologischen Fragen, in dem die gesamte katholisch-römische Hierachie aufs Korn genommen wird.

Die lebendige Art der Gesprächsführung, die allgemein verständlichen Sprache und Mimik die gelungene literarische Form, ließen dieses Werk zu einem großen Publikumserfolg werden.

Hans Sachs ließ sich jedoch nicht blenden. Ihm dämmerte es bald, dass aus dem Ding einer gerechteren, friedfertigeren Gesellschaftsordnung so schnell nichts werden würde. Seine Erwartungen an die Durchdringung der Gemüter mit den neuen Lutherischen Lehren waren wohl etwas zu optimistisch

Seinen Frust artikulierte er in dem vierten und letzten Reformationsdialog „Ain Gesprech eins Ewangelischen Christen mit einem Lutherischen. Darinn der ergerlich wandel etzlicher, die sich Lutherisch nennen, angezaigt und brüderlich gestrafft wirdt“

In der Person des Hans, hinter der man unschwer Sachs selbst vermuten darf, greift der Autor alle diejenigen an, die sich nun lutherisch nennen, deren neuer Glauben sich jedoch darin erschöpft, daß sie prahlerisch und provokativ jahrhundertealte katholische Bräuche und Riten mißachten, verletzen und verhöhnen.

Wendelstein Oktober 2017, Ludger Kniesburges, Kunigunde-Creutzer-Theatergruppe des Heimatvereines Wendelstein

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
    

 

Heimatverein und Obst- und Gartenbauverein laden am 3.9. zum Backofenfest ein
Brotbacken wie früher beim Wendelsteiner „Backofenfest“
 
Wendelstein - Bis nach dem 2.Weltkrieg gehörten Backöfen und „Backhäuser“ auf dem Land üblicherweise zu den Bauernhöfen und viele Gemeinden unterhielten für ihre Bürger zur Selbstversorgung auch öffentliche Backöfen. An diese Tradition erinnert seit über 30 Jahren das Wendelsteiner Backofenfest des Heimatvereins und des Obst- und Gartenbauvereins am alten Backofen an der Zandersstraße, zu dem beide Vereine dieses Jahr am Sonntag, den 3. September die Bevölkerung und Heimatfreunde ab 13 Uhr einladen.
 
 
Auch das Drechsler- und Metalldrückermuseum ist geöffnet
 
Parallel zum Backofenfest ist am gleichen Tag auch das Drechsler- und Metalldrückermuseum des Heimatvereins im alten Wasserhaus an der Schwabacher Straße wie jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr bis Oktober geöffnet.