Aktuelles

Ehrungen für langjährige Mitglieder und Rückblick beim Heimatverein Wendelstein
Ein Jahr „mit Höhen und Tiefen“ für den Heimatverein
 
Wendelstein - Der Rückblick auf das Vereinsjahr 2017 und die Ehrungen langjähriger Mitglieder für 10, 25 und 40 Jahre Vereinstreue waren die Hauptthemen bei der diesjährigen Generalversammlung des Heimatvereins „Unteres Schwarzachtal“ Wendelstein im Martin-Luther-Haus. Wie im Vorjahr besuchten -  als erfreuliche Nachricht  - mehr als 400 Besucher das Drechsler- und Metalldrückermuseum des Vereins. Aber sowohl hier wie auch bei den Backofenfesthelfern und im Archivkreis gibt es weiterhin nur wenig Aktive und Personalengpässe, weshalb an die Mitglieder die mehrfache Bitte zum Mitmachen im Verein erging.
 
 
Irene Jantschke eröffnete als Vorsitzende die Generalversammlung der Wendelsteiner Heimatfreunde im Martin-Luther-Haus mit der Begrüßung der Ehrengäste und der Totenehrung. Ebenfalls vor dem Jahresrückblick oblag 2.Bürgermeister Klaus Vogel ein Grußwort für die Gemeinde, in dem er auf das Thema „Heimat“ einging. Klang „Heimat“ noch vor wenigen Jahren eher altmodisch und hinterwäldlerisch, gewinne diese Thematik - vor allem aufgrund der zunehmenden Erdung und fehlenden „Wurzeln“ bei der jüngeren Generation - wieder an Bedeutung. Dies sie in Wendelstein hauptsächlich möglich, weil hier seit mehr als 40 Jahren der Heimatverein „regionale Geschichte im kleinen“ dokumentiere und pflege.    
Den Rückblick auf das Vereinsjahr 2017 begann Irene Jantschke mit prägenden Vereinsaktivitäten: Neben der Herausgabe des Jahreshefts des „Archivkreis“ war das „Aschermittwochs-Fischessen“ der Start in die jährlichen Aktivitäten. Von April bis Oktober war traditionell das Drechslermuseum regelmäßig geöffnet und als Beispiel für die „Höhen und Tiefen“ im Vereinsjahr nannte sie das Backofenfest, das vor allem wegen der Personalknappheit bei den Helfern und anderen Problemen glücklicherweise noch ein Erfolg wurde. Im Vorfeld zum Backofenfest beteiligte sich der Heimatverein mit Pizzabacken am Backofen auch am Jugendfreizeitplan.
 
Exkursionen nach Coburg und ins Elsaß als Höhepunkte
Zwei Höhepunkte des Jahres waren zudem die Tagesfahrt gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde zur bayerischen Landesausstellung über die Reformation auf der Veste Coburg und eine Mehrtagesfahrt gemeinsam mit dem örtlichen VdK ins den Schwarzwald und das benachbarte Elsaß. Während mit viel Vorbereitungsarbeit die Erstellung der neuen Internetseite des Heimatvereins durchwegs ein Erfolg war, erwies sich die Beteiligung am Weihnachtsmarkt fast als Reinfall, da für die Vereinsbude ein anderer - ungünstiger - Standplatz vorm Kirchhofeingang nötig wurde und am Sonntag das Schneegestöber fast ein Markttreiben unmöglich machte.
Auch deshalb plant der Verein, erstmals in diesem Jahr den Bücherverkauf und die anderen Sachen im Heimathaus und benachbart dazu im Vereinsstand an völlig neuem Standort anzubieten. Allgemein bat Irene Jantschke die anwesenden Mitglieder zudem darum, sich über Möglichkeiten zur aktiven Mithilfe beim Heimatverein zu machen, ob beim Backofenfest, in einem der Arbeitskreise oder im Vorstand, denn 2019 stehen wieder Neuwahlen an und sie und mehrere der jetzigen Vorstandsmitglieder und Beisitzer werden dann nicht mehr kandidieren. Ideal wäre es, so die Vorsitzende, wenn sich hierbei auch Jüngere in die Pflicht nehmen lassen würden.          
 
Erfolgreiches Museumsjahr im Drechslermuseum 
Bernd Rufflar eröffnete für den „Literaturkreis“ die Berichte aus den Vereinsgruppen: Das „Literaturjahr“ 2017 bot zu seinem 35jährigen Bestehen für die Gruppe und weitere Interessierte ein monatlich wechselndes Themenprogramm, das Schriftstellerporträts wie auch Literaturepochen und andere Aspekte der Literaturgeschichte beinhaltete. Für den Archivkreis resümierte Peter Brisch: Die kleine - aus vor allem fünf Interessierten als Kernmannschaft - bestehende Gruppe konnte im letzten Jahr wieder mit der PC-gestützten Inventarisierung beginnen, es gebe jedoch im Moment noch Verzögerungen bei der Fertigstellung des neuen Archivkreis-Jahreshefts.
Als „erfolgreiches Museumsjahr“ umriss Museumsleiter Helmut Thiering das abgelaufene Jahr fürs vereinseigene Drechsler- und Metalldrückermuseum. Wie schon 2016 haben erneut mehr als 400 Besucher die einmalige Handwerksausstellung besucht an insgesamt 12 Öffnungstagen mit den regulären monatlichen Öffnungsterminen und weiteren Öffnungstagen für Schulklassen und Besuchergruppen. Ein Höhepunkt war das Museumsfest im August mit Handwerksvorführungen und ein weiterer schöner Erfolg, dass das Museum es als „Museum des Monats“ in den Jahreskalender der Sparkasse Mittelfranken-Süd geschafft hat, was eine ideale Werbung ist.   
 
 
 
Neuausrichtung beim Backofenfest
Den Rückblick für die Backofenmannschaft - wie auch für den Stammtisch - übernahm Bernd Kilimann: Das traditionelle „Hauptarbeitswochenende“ der Backofenmannschaft zum Backofenfest war traditionell das erste Wochenende im September. Mit dem als große Hoffnung gehandelten Bäckerduo gab es jedoch gerade in der hektischen Vorbereitungsphase, weshalb für das Fest in 2018 Vorschläge für neue Bäcker immer willkommen sind. Ein Dank galt Markus Gurnig, der sich mit seiner kleinen Backofenmannschaft gut eingearbeitet hat und den Backofen in idealer Weise für den Festbetrieb vorbereitet und einsatzbereit gehalten hat.
Generell sollte manches neugeplant werden, so Kilimann und ergänzend dazu Irene Jantschke, da sich bei den Kosten für Essen und Trinken sowie für das Rahmenprogramm manches verteuert habe wie etwa die GEMA-Kosten. Der Stammtisch, so Bernd Kilimann mit seinem zweiten Thema, sei eine feste Gruppe mit monatlichen Treffen im Heimathaus, die generell auch das ganze Jahr über bei Vereinsaktivitäten im Hintergrund mithilft. Einige in der Gruppe beteiligen sich als sportliche Betätigung zudem an den regelmäßigen Fahrradtouren der „Dienstagsradler“ und erkunden auf diese Weise die „Heimat“ mit Fahrten in die Umgebung von Wendelstein.      
 
Theatergruppe probt schon für die „Kunigunde-Creutzer-Festspiele“ 2019
 
 
 
Für die „Theatergruppe“ berichtete Ludger Kniesburges, er warb schon jetzt für die 2019 wieder anstehenden „Kunigunde-Creutzer-Festspiele“. Für die Auftritte im kommenden Jahr übten die Aktiven dieser Gruppe bereits jetzt Bühnenstücke mit sowohl Texten und Stücken von Hans Sachs wie auch das Hauptstück über Kunigunde Kreutzer und Hans Sachs in Wendelstein. Zugleich fanden das ganze Jahr über kleinere Auftritte statt wie etwa in den Gemeindebüchereien in Wendelstein und Allersberg und auch an den ortsgeschichtlichen Führungen der Gemeinde beteiligte sich die Theatergruppe mit Aufführungen wieder im letzten Jahr.
Zur Überraschung der Versammlung zeigten Anni Kniesburges und Bernd Kalb von der Theatergruppe ergänzend zum Rückblick das kurze Stück „Am Bahnhof“ von Karl Valentin und bekamen dafür viel Applaus. Der Kassenbericht von Hans-Peter Ortner mit der anschließenden Entlastung des Gesamtvorstands beschloss die Rückblicke auf 2017. Mit den Worten „Ich bitte alle Mitglieder herzlich, im Freundes- und Bekanntenkreis um neue Mitglieder für den Heimatverein zu werben“ leitete Irene Jantschke zu den Ehrungen über, da gerade die Anzahl der auszuzeichnenden zehn- und 25jährigen Mitglieder zeige, dass der Verein eher kleiner werde als zu wachsen.
Beim ersten Ehrungsblock erhielten folgende Mitglieder ein Geschenk mit Urkunde, die dem Heimatverein seit zehn Jahren die Vereinstreue halten: Inge Dorlöchter, Dietlinde Fiebig, Gertrud Löprich, Sabine Wittmann, Peter Göhrig, Helga und Rainer Gradl, Margit und Werner Habersetzer sowie Anna und Walter Osiander. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden dieses Jahr Edeltraud Ficner, Werner Heinzel, Dr. Jörg Ruthrof sowie Ingrid und Holm Löwe ausgezeichnet und bereits seit 40 Jahren halten Barbara Angermeier, Britta Egerer, Isabelle Koops, Helene Lang, Günter Kilian, Leonie und Volker Eckert, Angelika und Peter Karsch sowie Hildegard und Rudolf Zech dem Heimatverein die Treue.       (jör)
 
 
Foto (jör): Die geehrten Vereinsmitglieder des Heimatvereins Wendelstein - mit auf dem Bild Vereinsvorsitzende Irene Jantschke (5.v. links), 2. Vorsitzender Bernd Kilimann (2.v. links), Kassier Hans-Peter Ortner (links außen) und 2.Bürgermeister Klaus Vogel (4.v. rechts).

 

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An alle Mitglieder
 
 
Einladung zur
             
ordentlichen Jahreshauptversammlung
 

    Freitag, 13. April 2018

 
 
diese findet statt im Martin-Luther-Haus in der Diakonie 
 
Beginn: 19:00 Uhr
 
Hierzu laden wir alle Mitglieder recht herzlich ein. 
 
Tagesordnung
 
1. Begrüßung
2. Totengedenken
3. Bericht des Vorstandes
4. Berichte der Arbeitskreise
 
Literatur
Archiv
Museum
Backofen
Stammtisch 
Theatergruppe   
 
5. Bericht des Kassiers
6. Bericht der Kassenprüfer
7. Entlastung der Vorstandschaft
8. Ehrungen
9. Anträge,Fragen, Verschiedenes
 
Ergänzungen und Anträge zur Tagesordnung sind bis spätestens 
30. März 2018 schriftlicher Form beim Vorstand einzureichen.
 
Irene Jantschke
 
 
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Liebe Freunde,

Die Theatergruppe Kunigunde-Creutzer des Heimatvereines Wendelstein hat einen sehr interessanten Beitrag zum Reformationsjubiläum einstudiert und zwar zwei von 6 Dialogen zur Reformation von Hans Sachs. Seht dazu die folgenden Informationen.

Die beiden Stücke werden am kommenden Donnerstag 12.10. um 18,30 Uhr in der Bücherei Allersberg, Bahnhofstraße 4 im Rahmen des Reformationsabends aufgeführt.

Vorab wäre der Vierte Dialog heute nachmittag in der St.Georgskirche Wendelstein im Rahmen der Altortführung , Beginn 15,00 Uhr am Wendenbrunnen zu sehen und der erste Dialog am Donnerstag, 12.10. 14,00 Uhr, in der Bücherei Wendelstein

Dazu seid Ihr herzlich eingeladen.

Der erste und vierte Dialog zur Reformation von Hans Sachs.

Hans Sachs, der wohl berühmteste deutschsprachige Dichter, Chronist und Kritiker an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit hielt sich in den ersten Jahren der aufkommenden Reformation in Nürnberg ganz gegen seine Natur komplett zurück.

Drei Jahre hüllte er sich in Schweigen. Nicht ein einziges Mal äußerte er sich zwischen 1520 und 1523 zu den historischen Umwälzungen.

Offenbar bedurfte es bei dem besonnenenen Hans Sachs, der stets Frieden und Ordnung gegenüber Unruhe und Revolution den Vorzug gab, eines langen Klärungsprozesses, ehe er öffentlich für Luther Partei ergriff.

Dies geschah dann am 8. Juli 1523 mit dem umfangreichen Spruchgedicht

Die Wittenbergisch Nachtigall“.

Nach dem Erfolg dieses Werkes suchte Hans Sachs mit vier Prosadialogen, die in kurzen Abständen im Jahre 1524 erschienen, in den Meinungsbildungsprozesse einzugreifen.

Inhaltlich beschäftigen sich diese Werke mit einem breiten Spektrum religiöser und sozialer Fragen. Literarisch gehören sie zu den besten schriftstellerischen Leistungen der Zeit.

Thema des ersten Dialogs „Disputation zwischen einem Chorherren und einem Schuhmacher“ ist das Mitspracherecht des Laien in kirchlichen und theologischen Fragen, in dem die gesamte katholisch-römische Hierachie aufs Korn genommen wird.

Die lebendige Art der Gesprächsführung, die allgemein verständlichen Sprache und Mimik die gelungene literarische Form, ließen dieses Werk zu einem großen Publikumserfolg werden.

Hans Sachs ließ sich jedoch nicht blenden. Ihm dämmerte es bald, dass aus dem Ding einer gerechteren, friedfertigeren Gesellschaftsordnung so schnell nichts werden würde. Seine Erwartungen an die Durchdringung der Gemüter mit den neuen Lutherischen Lehren waren wohl etwas zu optimistisch

Seinen Frust artikulierte er in dem vierten und letzten Reformationsdialog „Ain Gesprech eins Ewangelischen Christen mit einem Lutherischen. Darinn der ergerlich wandel etzlicher, die sich Lutherisch nennen, angezaigt und brüderlich gestrafft wirdt“

In der Person des Hans, hinter der man unschwer Sachs selbst vermuten darf, greift der Autor alle diejenigen an, die sich nun lutherisch nennen, deren neuer Glauben sich jedoch darin erschöpft, daß sie prahlerisch und provokativ jahrhundertealte katholische Bräuche und Riten mißachten, verletzen und verhöhnen.

Wendelstein Oktober 2017, Ludger Kniesburges, Kunigunde-Creutzer-Theatergruppe des Heimatvereines Wendelstein

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
    

 

Heimatverein und Obst- und Gartenbauverein laden am 3.9. zum Backofenfest ein
Brotbacken wie früher beim Wendelsteiner „Backofenfest“
 
Wendelstein - Bis nach dem 2.Weltkrieg gehörten Backöfen und „Backhäuser“ auf dem Land üblicherweise zu den Bauernhöfen und viele Gemeinden unterhielten für ihre Bürger zur Selbstversorgung auch öffentliche Backöfen. An diese Tradition erinnert seit über 30 Jahren das Wendelsteiner Backofenfest des Heimatvereins und des Obst- und Gartenbauvereins am alten Backofen an der Zandersstraße, zu dem beide Vereine dieses Jahr am Sonntag, den 3. September die Bevölkerung und Heimatfreunde ab 13 Uhr einladen.
 
 
Auch das Drechsler- und Metalldrückermuseum ist geöffnet
 
Parallel zum Backofenfest ist am gleichen Tag auch das Drechsler- und Metalldrückermuseum des Heimatvereins im alten Wasserhaus an der Schwabacher Straße wie jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr bis Oktober geöffnet.